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Aktuelles aus der Schweizer DAB+ Szene
05.05.26 - Drei neue Sender für die SRG Die SRG hat kürzlich drei neue DAB-Füllsender in Betrieb genommen. Einerseits für Kanal 12C (Deutschschweiz) Triengen-Willihof/Dubenmoos im Kanton Luzern, mit einer Leistung von stolzen 4'100 Watt, vertikal, sowie Rorschach- Thurgauerstrasse 33 am Bodensee, mit 220 Watt, vertikal und andererseits für Kanal 12A (Westschweiz) Cugy, mit einer Sendeleistung von 100 Watt, vertikal. Gerade der Sender Rorschach wird auch für das nördliche, deutsche Bodenseeufer relevant sein, als Ergänzung zum Signal des Pfänders (A).
Internet: http://www.broadcast.ch
29.04.26 - Neuer Sender für die digris DAB-Insel Bern-Freiburg Schneller als gedacht, könnte digris Kanal 10A (Bern-Freiburg) einen neuen, gut gelegenen Sender erhalten. Diesen hat DAB-Swiss in Zusammenarbeit mit Netzbetreiber dirgis in den vergangenen Monaten evaluiert. Er ist am bisherigen Gemeinschaftsantennenmast Köniz-Grünenboden, am Nordhang des Gurtens gelegen, direkt neben der Gurtenbahn. Damit wird sich der Empfang in der Berner Altstadt und in den Gebieten Köniz, Wabern und Muri wesentlich verbessern. Auch in Richtung Mittelland wird sich dieser Standort bemerkbar machen.

Abdeckungskarte des geplanten Senders am Gurten zum Vergrössern!
Gemäss Webseite von digris soll der neue Sender bereits im kommenden Mai 2026 on Air gehen. Die Sendeleistung ist jedoch momentan noch nicht bekannt, wird aber voraussichtlich anfangs noch schwach sein und später auf 550 Watt, vertikal hochgefahren. Leider fehlt bei diesem DAB-Ensemble der gewünschte Standort für die Stadt Freiburg, welcher immer noch durch Einsprachen blockiert ist.
Internet: http://www.digris.ch
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27.04.26: radio-data: Neue Reichweitenmessung macht kleinere Radios erstmals sichtbar und vermarktbar. Mit radio-data liegt erstmals eine einheitliche, IP-basierte Messung der digitalen Reichweiten von Radiosendern in der Schweiz vor. Die von UNIKOM gemeinsam mit Sotomo und UPLINK Digital entwickelte Methode kombiniert vollständige Streamingdaten mit repräsentativen Umfragen und bildet so die Nutzung über alle Verbreitungswege hinweg ab – von DAB+ über Streaming bis UKW.
Bisherige Panelmessungen erfassen vor allem grosse Sender zuverlässig entlang der UKW Verbreitungsgebiete. Kleine, lokale oder spezialisierte DAB-Programme bleiben dabei unsichtbar. radio-data schliesst diese Lücke. Auch Nischenangebote und Start-Ups werden erstmals belastbar ausgewiesen und damit vergleichbar. Sichtbarkeit ist die wirtschaftliche Grundvoraussetzung, um ein Radio erfolgreich betreiben zu können – sei es für Werbung, für Sponsoring, für institutionelle Partnerschaften und Fördermittel.

Screenshot der aktuellen Daten, zum Vergrössern. Quelle: radio-data.ch
Neben der Reichweite erfasst radio-data auch die Hördauer präzise. Dies ist eine zentrale Kennzahl für die Wirkung von Radioprogrammen. Programme mit hoher Nutzungsintensität bieten besonders attraktive Voraussetzungen für Kampagnen. Gleichzeitig erhalten Redaktionen zusätzlich Transparenz, um die Nutzung ihrer Inhalte besser zu verstehen.
Die ersten Ergebnisse zeigen eindrücklich die Bandbreite erfolgreicher Programme. So erreicht Radio2Go, ein Sender aus Brugg, rund 11'500 Kontakte bei einer Rekordhördauer von durchschnittlich knapp drei Stunden. Radio2Go ist damit ein Beispiel für hohe Nutzungsintensität und starke Bindung im lokalen Markt. Es hat die höchste Hördauer im gesamten Schweizer Radiomarkt. Bei der Reichweite führt Radio Tell die Liste der 24 ausgewiesenen Programme an. Radio Tell beweist, dass klar positionierte Programme grosse Publika erreichen und wachsen können. Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf Volksmusik erreicht es über eine Million Hörer pro Monat und bewegt sich damit auf einem Niveau von nominell weit etablierteren Angeboten.
Internet: http://www.radio-data.ch
14.04.26 - Wird DAB+ Opfer seines eigenen Erfolgs?
Eine Betrachtung von Stefan Grünig
Um diese Frage zu beantworten und zu verstehen, warum die DAB-Ensembles der Schweiz seit einigen Monaten nicht mehr gefüllt werden können, muss man zuerst das Rad der Zeit einige Jahrzehnte zurückdrehen und einen Blick hinter die Kulissen der Schweizer Radiobranche werfen.
In den 1980er und 90er Jahren herrschte in der Schweizer Radioszene Goldgräberstimmung. Es entstanden zahlreiche neue, lokale Radioangebote welche sich grosser Beliebtheit erfreuten. Die Anbieter waren innovativ, kreativ und die Programme unterschieden sich deutlich voneinander. Doch leider musste das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) damals über ein viel zu volles UKW-Band befinden. Die SRG hielt mit vielen schwachen Sendern (Funzeln) zahlreiche UKW-Frequenzen besetzt und die bestehenden, lokalen Privatradios teilten die restlichen, international koordinierten Frequenzen unter sich auf. In einem so kleinen Land wie die Schweiz es ist, gar kein einfaches Unterfangen. Man durfte ja schliesslich im grenznahen Ausland keine Störungen verursachen. Erfreuliche Werbeeinnahmen und grosse Hörertreue rundeten damals das Ganze ab. Dem BAKOM waren jedoch die Hände gebunden, denn neue Frequenzen und Konzessionen konnten und durften nicht mehr vergeben werden. Die Schweizer Privatradioszene blieb also sehr überschaubar. Man machte sich eingehende Gedanken über eine Nachfolgetechnologie, um der Vielfalt an Angeboten und dem Markt gerecht werden zu können. Schliesslich wurde ja auch das providerabhängige Internetradio immer beliebter und etablierte sich zunehmend als Konkurrenz.
In den 2000er Jahren glaubte man, das Ei des Kolumbus gefunden zu haben: DAB (Digital Audio Broadcasting) und später DAB+. Auf dem früher vom terrestrischen TV genutzten VHF-Band, konnten auf den Kanälen 5A bis 12D pro Ensemble bis zu 18 Programme gleichzeitig ausgestrahlt werden, über eine grössere Fläche und mit geringeren Verbreitungskosten. Zur Auswahl stand auch noch die Technologie von HD-Radio, auf dem heutigen UKW-Band basierend. Der Bund und auch die umliegenden, europäischen Länder entschieden sich jedoch für DAB+. Endlich sollte auch in der Schweiz mehr Radiovielfalt möglich sein. Das System von DAB+ zeichnete sich durch eine einfache Bedienung, Zusatzinformationen auf dem Display und eine gute Abdeckung aus. Der Bund beschloss, auf DAB+ sendende Anbieter mit grosszügigen Technologieförderungsgeldern zu unterstützen. So sollte der Umstieg von UKW auf DAB+ eigentlich schon Ende der 2010er Jahre möglich sein. Die Branche war begeistert. Endlich ein Aufbruch zu mehr Vielfalt!

Symbolbild KI generiert, Google Gemini.
Doch das BAKOM und die Radiomacher haben die Rechnung ohne den sich verändernden Markt gemacht. Während ab 2012 immer mehr kleinere Anbieter auf DAB+ zu senden begannen und die grossen Medienhäuser innovative Spartenradios starteten, begannen die Werbegelder immer mehr zu den grossen US-Techkonzernen abzufliessen, zuerst noch unbeachtet, dann immer offensichtlicher und schmerzhafter. Google, Amazon, Meta, Youtube um nur wenige zu nennen, waren für die Werbekunden attraktiver geworden, als im Sekundentakt bezahlte Radiospots. Kommt dazu, dass sich für die Hörerschaft neue, individuelle Horizonte zu öffnen begannen: die Möglichkeit, Musik nach eigenem Geschmack zu streamen. Langsam aber stetig begann das Interesse am linearen Radio abzunehmen, zumal in der Schweiz mittlerweile sowieso alle Privatradios den gleichen Mainstream boten und dadurch austauschbar geworden waren. Viele vernachlässigten dabei auch die lokale Berichterstattung und verloren damit die Haftung zur Hörerbasis.
Bis vor zwei Jahren flossen die Technologieförderungsgelder des Bundes noch zu den auf DAB+ sendenden Anbietern und waren die Ensembles von SwissMediaCast (SMC) und digris noch prall gefüllt. Es gab sogar Wartelisten. DAB+ schien den Zweck der Vielfalt im Äther erfüllt zu haben, doch dunkle Wolken brauten sich am Radiohimmel zusammen: die kommerzielle Radiobranche, welche auch heute noch von den grossen Medienhäusern dominiert ist, bekundete zunehmend Mühe damit, ihre eigenen Angebote zu refinanzieren. Die, für die einst lokal sendenden Privatradios, viel zu grossen Sendegebiete, waren und sind viel zu teuer. Die längst abgeschriebenen UKW-Sender lieferten das Signal nach wie vor an die Stammhörerschaft, welche einfach mit dem Weg des geringsten Widerstandes ihren bisherigen Gepflogenheiten folgte. Zudem befürchtete man die zunehmende Konkurrenz von kleineren, innovativen Anbietern auf DAB+. Der Termin für die Abschaltung von UKW wurde immer wieder hinausgeschoben, was im vergangenen Jahr in der leidigen Geschichte zwischen SRG und Privaten gipfelte. Während sich die SRG mit der UKW-Abschaltung an die Abmachungen hielt, erwirkten Roger Schawinski und die Privatradios bei den Bundesparlamenten mit einem Schildbürgerstreich einen weiteren Aufschub für die UKW-Abschaltung.
Inzwischen leeren sich die teureren DAB-Kanäle merklich und werden auf kleineren DAB-Inseln immer mehr Programme aus dem Ausland aufgeschaltet. Die einst so gepriesene Vielfalt im Äther ist nicht mehr erwünscht und wird möglichst mundtot gemacht. Es herrscht Katerstimmung hüben und drüben, während sich die SRG die Rückkehr auf UKW überlegt, wenn auch nicht mit allen Programmen. Sie wird in dieses Unterfangen viel Geld stecken und dabei wohl nur wenige Hörer zurückgewinnen. Dieses Geld bräuchte sie besser um es in die Programminhalte zu investieren. Es ist jedoch 2026 eine Tatsache, dass streamende Hörer nicht mehr zum linearen Radio zurückkehren werden und im terrestrischen Radio nur noch bestehen kann, wer Abwechslung, Leidenschaft und Nischen bedient. Zudem werden sich grosse Evergreens vergangener Zeit wohl immer an die Leute bringen lassen. Das haben einige Medienhäuser ja auch schon gemerkt. Doch auch damit lassen sich die ins Ausland fliessenden Werbegelder nicht mehr zurückholen. Als letzter, trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung, musste SMC aus wirtschaftlichen Gründen sein erstes DAB-Ensemble (Südschweiz) aufgeben. Wir berichteten.

Auch AdCast Displaywerbung ist mittlerweile leider wieder vom Markt verschwunden.
Aus dieser Sicht ist DAB+ wirklich ein Opfer seines eigenen Erfolges geworden: einst für mehr Vielfalt im terrestrischen Radio ins Leben gerufen, gut in der Bevölkerung etabliert, bildet sich heute auf den grösseren Ensembles mehr oder weniger nur noch die ehemalige UKW-Landschaft ab, während Netzbetreiber digris nach wie vor fieberhaft nach Innovationen sucht, wie beispielsweise einer unabhängigen, zuverlässigeren Hörerzahlenmessung oder anderen Werbekanälen/Einnahmemöglichkeiten für die Radioanbieter. Der Markt hat sich verändert. Plötzlich gibt’s im Äther zu viel freie Kapazität, nicht zu Letzt auch durch die mehrmals nach hinten verschobenen UKW-Abschaltungstermine. Man darf gespannt sein, wo dieses Schweizer Radioschiff hinsteuert und ob hier schlussendlich auch wieder der streamende Individualismus obsiegen wird, welcher der Gesellschaft in Sachen Zusammenhalt wahrhaftig nicht nur Positives bringt. Es kann aber auch gut sein, dass sich, durch die kriegerisch veränderte Weltlage, das terrestrische Radio wieder als wertvoll und nützlich erweisen wird.
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01.04.26 - Thaalam Tamil sendet definitiv nicht mehr über DAB+ Was sich schon lange abgezeichnet hat, ist jetzt doch definitiv geworden. Thaalam Tamil 1 hat die fünf SwissMediaCast (SMC) DAB-Ensembles Nordschweiz (Kanal 7A), Bern-Freiburg Solothurn (Kanal 8B) Ostschweiz (Kanal 9B), Oberwallis (Kanal 11C) und Tessin (Kanal 8C) definitiv verlassen und wurde abgeschaltet. Dies, nachdem es immer wieder Zahlungsausfälle des Anbieters gab.
Was folgt wohl auf den freigewordenen Sendeplätzen?
01.04.26 - Neuer Bundesmux-Sender, auch in der Schweiz zu hören Wie im Radioforum berichtet wird, ist für den deutschen Kanal 5C (bundesweites DAB-Ensemble, kurz «Bundesmux 1») ein neuer, grenznaher und gut gelegener Sendestandort geplant. Es handelt sich um die Witthoh, deren UKW-Programme ebenfalls gut in der Nordostschweiz zu hören sind.

Der deutsche Sender Witthoh. Foto: Cybertorte - Eigenes Werk, CC, Wikipedia / Abdeckungskarte zum Vergrössern.
Geplant ist die Ausstrahlung mit einer starken Leistung von 10'000 Watt. Ein Inbetriebnahmetermin steht aktuell noch nicht fest, dürfte jedoch im laufenden Jahr liegen.
31.03.26 - Drei neue DAB+ Radioangebote bei digris Pünktlich zum Monatsende schaltet Netzbetreiber digris drei neue Radioanbieter auf seine DAB-Inseln:
Kanal 5D (Aarau-Olten) - Radio A1 Aargau
Kanal 10A (Basel) - RadioStar
Kanal10A (Zentralschweiz) - Die neue Zeit Radio

Während sich Radio A1 Aargau, welches von einem Team mit italienischen Wurzeln betrieben wird, den grossen Pop- und Rock-Evergreens widmet, spielt RadioStar moderne, französische Popmusik und News in einem Vollprogramm. Die neue Zeit Radio ist ein christlich-ethisches Angebot mit Themen wie Kirchenkritik, Veganismus und Ideologie des universellen Lebens.
Die Neuaufschaltungen sind eine erfreuliche Entwicklung, auch wenn es nun dann mal langsam genug mit religiösen Sendern wäre.
Internet: http://www.digris.ch
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31.03.26 - SwissMediaCast schaltet im Tessin ab! Eine ungute Entwicklung in der Südschweiz, welche sich leider in den vergangenen Monaten bereits auf Raten abgezeichnet hat. Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) gibt seine DAB-Konzession für das Tessin per 31. März 2026 zurück. Somit wird DAB-Kanal 8C dort per Ende September 2026 verstummen. Nachfolgend die offizielle Medienmitteilung dazu:
SwissMediaCast (SMC), effizienter und langfristig ausgerichteter Anbieter digitaler Rundfunkverbreitungstechnologien, hatte die Tessiner DAB+-Konzession 2020 auf Nachfrage der Radioveranstalter in der Deutschschweiz beantragt. Am 15. Dezember 2020 nahm das Unternehmen die ersten sechs von total acht Sender in Betrieb – und ermöglichte damit erstmals ein unterbruchfreies Radioerlebnis von Basel bis Chiasso, sowohl über die Gotthard- als auch über die San-Bernardino-Route.
Schwieriges Umfeld führt zur Rückgabe der Konzession. Der Tessiner Layer konnte zunächst 15 von 18 Sendeplätzen besetzen. In den Folgejahren setzte jedoch ein schleichender Rückzug ein: Einzelne Veranstalter zogen sich aufgrund fehlender Reichweite und unerreichter Kommerzialisierungsziele zurück, weitere Sendeplätze wurden infolge von Insolvenzen frei. Angesichts dieser Entwicklung hat SwissMediaCast die Konzession aus wirtschaftlichen Gründen per 31. März 2026 gekündigt. Die DAB+ Abdeckung im Tessin wird weiterhin durch Digris und die SRG sichergestellt. Für die verbleibenden Radioveranstalter wird eine effiziente Lösung erarbeitet, die eine Weiterverbreitung im Tessin gewährleistet.

Der Sender San Salvatore und das bisherige Sendegebiet von SMC im Tessin. Foto: S. Grünig, Krattigen
DAB+ bleibt tragende Säule der digitalen Medieninfrastruktur. CEO Bernhard Schmid ordnet den Schritt in einen grösseren medienpolitischen Kontext ein: «Die Radioschweiz steht vor grossen Herausforderung: Mit der UKW-Abschaltung der SRG im Jahr 2024 hat sie einen Pionierschritt gemacht, sieht sich nun aber mit politischen Gegenbewegungen und vorübergehenden Reichweitenverlusten konfrontiert. Gerade diese Phase erhöht den Handlungsdruck, die digitale Radioinfrastruktur gezielt weiterzuentwickeln und ihre Nutzung breiter zu verankern. DAB+ ist ein stabiles und energieeffizientes Fundament der Medienvielfalt in Zeiten internationaler Streamingdienste.»
Im selben Zug wurden übrigens die zwei Programme Ellipticum und Thaalam Tamil auf Kanal 8C abgeschaltet. Es verbleiben noch 6 Anbieter.
Näheres dazu im Interview mit SMC-Geschäftsführer, Bernhard Schmid:

Bernhard Schmid, Geschäftsführer von SwissMediaCast. Foto: Webseite SwissMediaCast
Herr Schmid, SwissMediaCast gibt die DAB+-Konzession im Tessin zurück. Ein Rückschlag? Bernhard Schmid: Nein, ich würde es eher als eine ehrliche Standortbestimmung bezeichnen. Wir haben 2020 auf Wunsch der Deutschschweizer Radioveranstalter die Konzession beantragt und rasch ein funktionierendes Netz aufgebaut – mit unterbruchfreiem Empfang von Basel bis Chiasso, durch den Gotthard und den San Bernardino. Das war technisch und operativ eine Leistung, auf die wir stolz sind. Der Layer war mit 15 von 18 Plätzen zwischenzeitlich auch sehr gut belegt. Doch die erhoffte Kommerzialisierung blieb aus, Veranstalter zogen sich zurück, und wir mussten wirtschaftlich handeln. Die Versorgung im Tessin ist mit Digris und der SRG weiterhin sichergestellt – für die verbleibenden Veranstalter suchen wir zudem eine stabile Lösung.
Plant die SwissMediaCast weitere Veränderungen? Bernhard Schmid: Wir prüfen konkrete Optimierungen in der Ostschweiz und im Wallis. Beide Regionen bieten Potenzial – sowohl für die Veranstalter als auch für die Netz-Infrastruktur.
Inwiefern beeinflussen die angekündigten SRG-Sparmassnahmen Ihre Strategie? Bernhard Schmid: Ganz direkt. Wenn die SRG ihr Radioprogramm reduziert oder Sendeplätze auf unseren Layer aufgibt, entstehen Räume. Das kann für unabhängige und lokale Veranstalter eine Chance sein, wenn die Infrastruktur vorhanden ist. Wir beobachten diese Entwicklungen sehr genau. Unsere strategischen Entscheide – ob Ostschweiz, Wallis oder anderswo – hängen auch davon ab, welche Signale aus der SRG kommen.
Radio wirkt im digitalen Zeitalter fast antiquiert. Sehen Sie das auch so? Bernhard Schmid: Ganz im Gegenteil. Der digitale Informationsoverkill ist paradoxerweise das stärkste Argument für Radio. Die Menschen sind überflutet mit Inhalten – auf Screens, in sozialen Medien, per Push- Notification. Radio hingegen ist passiv konsumierbar, begleitet den Alltag ohne Aufmerksamkeitsdruck und erzeugt dabei echte emotionale Bindung. Für Werbetreibende ist das Gold wert. Radio ist ein hocheffizientes Marketinginstrument – und DAB+ hebt es auf ein neues Qualitätsniveau: kein Rauschen, kein Signalverlust, dafür Zusatzinformationen und mehr Programmvielfalt.
Was ist letztlich der Purpose von SwissMediaCast? Bernhard Schmid: Wir sichern, dass Menschen in der Deutschschweiz – egal ob im Tunnel, im Bergtal, auf der Autobahn oder in einer Agglomeration – jederzeit zuverlässig unterhalten und informiert sind. Das klingt schlicht, ist aber technisch anspruchsvoll und demokratiepolitisch bedeutsam. DAB+ ist kein Nischenprodukt, sondern ein stabiles, energieeffizientes Fundament der Medienvielfalt. Unser Auftrag ist es, dieses Fundament zu bauen, zu betreiben und weiterzuentwickeln – wirtschaftlich, nachhaltig und im Dienst der Informationsversorgung.
17.03.26 - Veranstaltungsradio Sonnenwendfeier Oensingen auf DAB+ Alle 3 Jahre findet in Oensingen (SO) zur Sonnenwendfeier das grösse Feuerwerk der Schweiz statt. Aus diesem Grund wurde auf den digris DAB-Inseln Aarau-Olten (Kanal 5D) und Biel-Solothurn (Kanal 10D) nun Radio Sonnenwendfeier aufgeschaltet, der Soundtrack zum grossen Fest.

Das Programm ist moderiert. Die Übertragung auf DAB+ dauert bis Sonntag, 22. März 2026. Am Samstag, 21. März 2026 wird zudem sogar auf UKW gesendet.
Internet: https://sonnwendfeier.ch
14.03.26 - Neue Rai-Sender in Norditalien geplant Wie das Branchenportal radioblog.eu berichtet, sind für Norditalien diverse neue DAB+ Sendeanlagen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Rai geplant. Für die Schweiz sind die folgenden beiden Standorte am Lago Maggiore interessant: Monte Mottarone (VB) Premeno - Ghiffa (VB).

Canobbio am Lago Maggiore. S. Grünig, Krattigen.
Gesendet wird auf Kanal 7C. Über allfällige Sendeleistungen und Inbetriebnahmetermine liegen noch keine Informationen vor.
06.03.26 - Ein neues Programm für das Tessin: R102 Zurigo Seit heute sendet auf digris Kanal 8A (Sopra- und Sottoceneri) im Tessin neu R102 Zurigo. Das Programm spielt bekannte Hits, vermischt mit Canzioni und ist in Chiasso beheimatet. Leider beträgt die Übertragungsrate auch wieder nur 48 kbit/s. Auf diesem digris DAB-Ensemble sind aktuell nun 18 Programme zu hören.
Internet: https://www.r102.ch
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01.03.26 - Programm Ab- und Aufschaltungen bei DABcom Was von uns bereits angekündet wurde, hat sich leider bestätigt. Die vier Musikprogramme der Média One Group, haben DABcom Kanal 10C (Romandie) gestern, 28. Februar 2026, verlassen. Es handelt sich dabei um Kiss Collector, Rock Star, URBN und Yes FM.

Aufgeschaltet wurden im Gegenzug IP Music Slow (nonstop Kuschelhits) und Le MiXX Radio (nonstop 70er und 80er Discohits). Es ist anzunehmen, dass es sich dabei jedoch nur um kurzfristige Platzhalter handelt. Somit senden auf diesem Kanal leider nur noch 11 Programme, als Trost dafür jedoch teilweise mit guten Bitraten bis zu 96 kbit/s. Die beiden neuen Angebote werden mit 88 kbit/s ausgestrahlt.
Internet: http://www.dabcom.ch
19.02.26 - Neues Volksmusikradio im Berner Oberland auf DAB+ Erfreuliche News für Volksmusikfreunde im Berner Oberland. Hier ist auf digris DAB+ Kanal 6A (Berner Oberland) Radio Niesen, benennt nach dem markanten, pyramidenförmigen Hausberg, auf Sendung gegangen. Das Angebot von Peter Wittwer aus Thun gibt es schon länger. Es war bislang nur im Internet empfangbar. Jetzt folgt die erfreuliche Expansion ins digitalterrestrische Radio, DAB+! Dass diese Ausstrahlung jedoch länger dauern kann, ist der volkstümliche Radiomacher auf Spenden angewiesen. Näheres dazu auf der Homepage von Radio Niesen.

Internet: https://www.radio-niesen.ch
18.02.26 - Sunshine Live (Schweiz) neu auch im Oberwallis auf DAB+ Wie auf der Homepage von Netzbetreiber digris ersichtlich ist, hat Sunshine Live (Schweiz) sein DAB+ Sendegebiet auf das Wallis ausgeweitet. Das Dance und Electronic orientierte Angebot ist neu auch auf Kanal 9D (Oberwallis) und 10D (Unterwallis) zu hören. Sunshine Live sendet ebenfalls bereits seit einiger Zeit über die SMC Kanäle 7A (Nordschweiz) und 8B (Bern-Freiburg-Solothurn).
Internet: http://www.sunshine-live.ch
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14.02.26 - DAB+ braucht den Kostenwendepunkt!
Eine Betrachtung von Stefan Grünig
Wie die vergangenen Monate eindrücklich zeigen, läuft mit dem Digitalradio DAB+ in der Schweiz etwas gewaltig falsch. Bereits hat ein Drittel der teilweise durchaus innovativen Programme das terrestrische Digitalradio wieder verlassen. Der Grund dafür ist einfach: der Verbreitungsweg lässt sich schlichtweg nicht refinanzieren. Nicht gerade förderlich war dabei die durch das Parlament, entgegen dem Bundesrat und dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), beschlossene Verlängerung von UKW. Wir haben bereits mehrmals erwähnt, dass dadurch die kommerziellen Privatradios und die grossen Medienhäuser weiterhin beinahe sämtliche Werbegelder unter sich verteilen, da der Werbemarkt durch die Goldbach Group AG (Swiss Radioworld) stark monopolisiert ist. Zudem gibt es noch immer keine verlässlicheren Zuhörerzahlen als diese von mediapulse, welche immer stärker in Frage gestellt werden. Zusammen mit Sotmo und Uplink Digital hat der Radioverband UNIKOM zwar jetzt eine Alternative gestartet, doch diese muss sich auf dem Markt erst etablieren und behaupten.

Fotos: Details der digris-Sender Brühlberg und Neuhausen. Quelle: Webseite digris AG
Falls jetzt nicht ein rigoroser, breit abgestützter Kurswechsel vorgenommen wird, so droht das terrestrische Digitalradio DAB+ ein Rohrkrepierer zu werden, auf welchem sich nur noch die bisherige, langweilige UKW-Radiolandschaft widerspiegelt. All die spannenden Nischen- und Spartenprogramme werden dann nur noch im vom Ausland abhängigen Internet zu finden sein. Kein sicherer Versorgungsweg! Nun ist das Messer erstmal auf der Kostenseite anzusetzen. Es ginge nämlich wesentlich kostengünstiger, ein Radioangebot über ein DAB-Ensemble zu verbreiten. Was der Öffentlichkeit nicht unbedingt bekannt ist, ist die Tatsache, dass Openbroadcast/digris schon vor über 10 Jahren beim Bundesverwaltungsgericht die zu hohe DAB+ Gebührenfestsetzung angefochten hat. Das Gericht hat danach die entsprechende Verfügung des BAKOM aufgehoben. Es ging damals auch um die Verbreitung von Openbroadcast auf den Netzen von SwissMediaCast. Bevor die Sache ans Bundesgericht ging, einigte man sich damals mit einem Vergleich. Dank diesem Verfahren konnte digris damals eine eigene Funkkonzession erwirken.Das war ein wesentlicher Schritt hin zu einer eigenständigen und kostengünstigen Infrastruktur und weg von der damaligen marktbeherrschenden SwissMediaCast. Sonst wären die Gebühren wohl heute noch viel höher und trotzdem sind die Kosten für kleinere Anbieter immer noch kaum zu stemmen, wie die Abgänge von Stationen wie TopCC Radio, Spoon Radio oder Aktiv Radio beweisen. Zu den Gerichtsakten. (Diese Textpassage wurde nachträglich geändert!) Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass Netzbetreiber SwissMediaCast ein strukturelles Problem aufweist und sich somit selbst sehr hohe Verbreitungskosten beschert. Der Grossteil der SMC-Sender läuft über die Anlagen von Swisscom Broadcast und in Sachen Abschreibungen von technischen Anlagen gäbe es grösseren Optimierungsbedarf. Falls ein Wille zur Optimierung vorhanden wäre, so könnte auch SMC günstigere Sendeplätze anbieten, denn selbst die DAB-Ensembles dieses Netzbetreibers können mittlerweile schon lange nicht mehr ganz gefüllt werden. Krassestes Beispiel dafür ist das Tessin, wo momentan nur noch 7 Programme on Air sind. Hier liegt jedoch wieder der Schwanzbeisser begraben: die kommerziellen Privatradios haben kein Interesse an mehr Wettbewerb. Sie schauen lieber zu, wie die eigenen Werbeeinnahmen wegbrechen und zu den US-Techkonzernen fliessen. Vielleicht werden sie demnächst auch erkennen, dass auf der Kostenseite dringend ein Kurswechsel vonnöten wäre, spätestens dann, wenn sie sich die jährlichen, sechsstelligen Beträge für ihre DAB-Verbreitung auch nicht mehr leisten können.

Vom Sender bis zum Empfangsgerät, zum Vergrössern. Grafik: Swisscom Broadcast
Lange kann die Schweiz nicht mehr warten, um an den DAB-Wendepunkt zu gelangen. Es liegt nicht an der Technologie, welche viele Pluspunkte hätte, sondern an der strategischen Umsetzung. BAKOM, UNIKOM und digris haben dies bereits seit einiger Zeit erkannt. Nicht zu Letzt aus diesem Grund versucht digris immer noch, seine Verbreitungswege vom Studio bis zur DAB-Antenne zu optimieren. Tagtäglich wird an innovativen Technologien getüftelt und man wäre schon heute dazu bereit, die DAB-Verbreitungskosten deutlich senken zu können. Es ist nun Sache der Politik und der Regulierungsbehörde, endlich die Weichen für die Zukunft von DAB+ in der Schweiz zu stellen und sicherzustellen, dass all die Millionen von Technologiefördergeldern nicht einfach für die Katz gewesen sind!
12.02.26 - Vier Musikprogramme verlassen wohl DABcom in der Westschweiz Leider gibt es in der Westschweiz wohl weitere DAB-Abgänge zu verzeichnen. Wie uns Empfangsbeobachter Julien Schroeter meldet, werden die vier Musikkanäle der Média One Group, Kiss Collector, Rock Star, URBN und Yes FM das DABcom Ensemble auf Kanal 10C (Romandie) wahrscheinlich per 28. Februar 2026 verlassen! Es ist noch nicht bekannt, ob sie überhaupt weitergeführt werden. Wo das künftig wohl hinführen wird, mit der Programmvielfalt?

Internet: http://www.dabcom.ch
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10.02.26 - Music Channel ersetzt Radio Studio Star im Tessin Offensichtlich sucht DAB-Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) in der Südschweiz händeringend nach neuen Anbietern für seinen Kanal 8C (Tessin). Gemäss der Webseite wird sich Radio Studio Star aus Italien wohl zurückziehen und durch ein Nonstopmusikprogramm mit dem Namen "Music Channel" ersetzt. Auch nach intensiven Recherchen ist uns der Produzent dieses Programms leider nicht bekannt. So ist anzunehmen, dass es sich dabei nur um einen temporären Lückenfüller handelt, jetzt wo sogar Thaalam Tamil wieder einmal schweigt. On Air sind auf Kanal 8C momentan nur noch 7 Programme.

Die Geschichte nährt Spekulationen, dass die beiden DAB-Ensembles von digris und SMC in der Südschweiz künftig zusammengelegt werden könnten.
03.02.26 - Zwei neue Programme aus Italien für’s Tessin Mit Giornale Radio und Radio Italia Anni 60, sind über digris DAB-Kanal 8A (Sopra- und Sottoceneri) gleich zwei neue Angebote aus Italien gestartet. Ersteres mit einer Übertragungsqualität von 48 kbit/s, was für ein Wortprogramm durchaus ausreichend ist, und zweiteres mit 72 kbit/s.

Während Giornale Radio Nachrichten- und Wortsendungen ausstrahlt, ist Radio Italia Anni 60, wie der Name sagt, ein abwechslungsreiches Programm mit ausschliesslich italienischen Canzioni aus den 60ern und darauffolgenden Jahren. Die zwei Programme sind eine zusätzliche Bereicherung für die sowieso schon sehr vielseitige Radiolandschaft in der Südschweiz und versorgen auch die vielen Grenzgänger zwischen der Schweiz und Italien.
Internet: http://www.digris.ch
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28.01.26 - Neues DAB-Ensemble für Liechtenstein wird konkreter Netzbetreiber digris plant für das Fürstentum Liechtenstein ein neues DAB-Ensemble auf Kanal 10B. Wir haben kürzlich berichtet. Diesbezüglich wurden diverse Berechnungen für eine Teil- und eine flächendeckende Versorgung vorgenommen. Drei auf Schweizer Boden stehende Sendestandorte davon wurden jetzt international koordiniert:
Altstätten-Hoher Kasten Alpen, 550 Watt, vertikal Altstätten-Vorder-Chronberg, 440 Watt, vertikal Vilters-Maienberg, 600 Watt, vertikal

Die ungefähre Abdeckungskarte für das geplante DAB-Ensemble im Fürstentum Liechtenstein, zum Vergrössern.
Unversorgt blieben dabei nur das Saminatal und Malbun, welche einen zusätzlichen Sender benötigen würden. Noch ist unklar, wann und mit welchen Angeboten das Ensemble auf Sendung gehen wird. Digris ist hier nur technischer Dienstleister für die Regulierungsbehörde von Liechtentstein und für das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM). Deshalb wurden die Berechnungen und Anfragen durchgeführt. Sicher ist: da das Fürstentum Liechtenstein kein eigenes, öffentlich-rechtliches Radio mehr hat, müssten die Kosten für das neue DAB-Angebot von privaten Investoren getragen werden. Die Abklärungen im Hintergrund laufen.
26.01.26 - Neuer SwissMediaCast Sender im Kanton Glarus geplant Gemäss den Einträgen bei der Deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA), plant Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) die Inbetriebnahme des folgenden Senders mit den DAB+ Kanälen 7D (Deutschschweiz) und 7A (Nordschweiz):
Enneda-Bärenboden, 320 Watt, vertikal
Wann die zwei Kanäle an diesem Standort on Air gehen werden, ist noch nicht bekannt.
19.01.26 - Radio Bollerwagen neu auch in Zürich auf DAB+ Gemäss der Webseite von Netzbetreiber digris, sendet das deutsche Partyadio Bollerwagen ab sofort auch auf der beliebten DAB-Insel Zürich (Kanal 9D). Das Programm ist damit in der Schweiz auf insgesamt 5 Nordostschweizer DAB-Ensembles vertreten:
Basel (Kanal 10A) St. Gallen (Kanal 9D) Südostschweiz (Kanal 8B) Winterthur-Schaffhausen (Kanal 5D) Zürich (Kanal 9D)
Interessant wäre, wenn das Programm auch noch in der Zentralschweiz und im Kanton Bern aufgeschaltet würde. Freie Kapazitäten wären auf jeden Fall vorhanden.
Internet: https://radiobollerwagen.de
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18.01.26 - Das wiederholte Schweigen von Thaalam Tamil und fehlende Programme im Tessin Alle Jahre wieder zahlt der Anbieter Thaalam Tamil zum Jahreswechsel seine Rechnungen nicht, SwissMediaCast (SMC) schaltet das Signal schweizweit ab und nach einigen Wochen findet man irgendwo wieder ein Kässeli und sendet fröhlich weiter. Nichts Neues also, aber langsam ein Bisschen lachhaft.

Auf SMC-Kanal 8C (Tessin), hat man zudem offenbar Radio ByoBlu entfernt, welches dort mit nur gerade 32 kbit/s verbreitet wurde. Somit senden aktuell nur noch gerade 7 Programme auf diesem DAB-Ensemble. Es ist daher anzunehmen, dass die Netzbetreiber SwissMediaCast und digris hinter den Kulissen die Fusion ihrer Südschweizer-Angebote diskutieren.
15.01.26 - Weiteres Programm aus Frankreich in der Westschweiz Das französische Programm Skylegend, sendet neu auch in der Schweiz auf DAB+. Vor mehr als 7 Jahren war dieses Angebot schon einmal via DAB+ zu hören. Nun gibt es einen neuen Anlauf. Folgende digris DAB-Inseln wurden kürzlich aufgeschaltet:
Basel (Kanal 10A) Genève (Kanal 10D) Lausanne (Kanal 8C) Neuchâtel-Yverdon (Kanal 10A)

Der Anbieter sendet vorwiegend 80er und 90er Rock, Pop, Dance und Evergreens. Angeblich werden mit der neuen Verbreitung in der Schweiz 2'000'000 mögliche Zuhörer erreicht.
Internet: https://www.skylegend2024.fr
08.01.26 - Zwei weitere Rocksender verlassen DAB+ Leider haben auch die zwei aus dem Hause Spoon Radio stammenden Musikprogramme "Rock Classics" und "Rock Ballads" die digris DAB-Inseln der Westschweiz (Genf / Lausanne / Neuchâtel-Yverdon / Unterwallis) verlassen. Die zwei Angebote wurden sogar ganz eingestellt. Es ist nun bestätigt, dass die DAB-Rückzüge einen finanziellen Hintergrund haben. Zudem wurde auch das langjährig bewährte Schülerprogramm Radio Bus auf allen drei digris DAB-Inseln abgeschaltet (Lausanne / Neuchâtel-Yverdon / Unterwallis). Es sendet angeblich seit Mitte Dezember 2025 auf RMS Kanal 10B (Westschweiz), jedoch nur mit einer verminderten Bitrate von 56 kbit/s.
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06.01.26 - Spoon Radio kehrt der Deutschschweiz den Rücken Leider hat per Anfang Jahr das beliebte Westschweizer Rock Radio Spoon sämtliche Deutschschweizer digris DAB-Inseln verlassen. Sehr schade um dieses abwechslungsreiche Angebot! Spoon Radio sendet nun nur noch auf DABcom Kanal 10C (Romandie) weiter.

Ob die Entscheidung finanzielle Gründe hat, ist derzeit noch unbekannt. Es kann durchaus sein, dass dies die ersten Auswirkungen der UKW-Verlängerung in der Schweiz sind. DAB-only Programme können sich damit auch weiterhin schlecht oder gar nicht finanzieren. Der Höhepunkt der Programmvielfalt auf den digris DAB-Inseln ist leider bereits seit über einem Jahr überschritten. Aktuell werden es immer weniger Anbieter.
01.01.26 - Programmveränderungen per Anfang 2026 (News-Ticker) An dieser Stelle informieren wir laufend über Abschaltungen und Neuzugänge auf DAB+ in der Schweiz und im nahen Ausland, per Anfang Jahr:

Abschaltungen - Energy Luzern (SMC Kanal 7A, Nordschweiz) - Energy St. Gallen(SMC Kanal 9B, Ostschweiz) - Spoon Radio (digris Kanal 5D, Aarau-Olten) - Spoon Radio (digris Kanal 10A, Basel) - Spoon Radio (digris Kanal 10A, Bern-Freiburg) - Spoon Radio (digris Kanal 6A, Berner Oberland) - Spoon Radio (digris Kanal 10D, Biel-Solothurn) - Rock Classics (digris Kanal 10D, Genf) - Rock Ballads(digris Kanal 10D, Genf) - Radio Bus (digris Kanal 8C, Lausanne) - Rock Classics (digris Kanal 8C, Lausanne) - Rock Ballads (digris Kanal 8C, Lausanne) - Radio Bus (digris Kanal 10A, Neuchâtel-Yverdon) - Rock Classics (digris Kanal 10A, Neuchâtel-Yverdon) - Rock Ballads (digris Kanal 10A, Neuchâtel-Yverdon) - Spoon Radio (digris Kanal 9D, Oberwallis) - Spoon Radio (digris Kanal 8A, Sopra- und Sottoceneri) - Spoon Radio (digris Kanal 9D, St. Gallen) - Spoon Radio (digris Kanal 8B, Südostschweiz) - diis Radio (digris Kanal 10D, Unterwallis) - Abschaltung im Dezember 25 erfolgt! - Radio Bus (digris Kanal 10D, Unterwallis) - Rock Classics (digris Kanal 10D, Unterwallis) - Rock Ballads (digris Kanal 10D, Unterwallis) - Spoon Radio (digris Kanal 5D, Winterthur-Schaffhausen) - Spoon Radio (digris Kanal 10A, Zentralschweiz) - diis Radio (digris Kanal 9D, Zürich) - Abschaltung im Dezember 25 erfolgt! - Spoon Radio (digris Kanal 9D, Zürich)
Total: 27

Aufschaltungen - Sunshine Live (SMC Kanal 8B, Bern-Freiburg-Solothurn) - Radio Bus (RMS Kanal 10B, Westschweiz) - Fréquence Verte (digris Kanal 10A, Basel)
Total: 3
Umschaltungen -
Total: 0
Stand: 08.01.26, 21:15 Uhr
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